Die Regel ist ganz einfach: Qi (Energie) + Yi (Intention) ergibt Kraft (Jing). Mit Kraft ist im Taiji also nicht die Muskelkraft gemeint, sondern eine Kraft, die sich aus der Kombination von sanfter Lebensenergie und Intention ergibt.
Man kann sich also gleich von Anfang an bei der Entwicklung innerer Kraft nicht im Weg stehen, indem man nicht versucht, im Push Hands (oder anderen Formen der Taiji-Interaktion, wie Sparring oder Schwert-Sparring) Kraft zu gebrauchen. Das ist in der Entwicklung innerer Kraft einer der wichtigsten Punkte, und man könnte meinen, ein einfacher. Doch viele Taiji-Praktizierende brauchen Zeit, um zu verstehen, was es heisst, sich selbst nicht it der eigenen Muskelkraft im Weg zu stehen.
Weitere Entwicklungswege innerer Kraft sind:
Die anfänglich grossen Taiji-Bewegungen werden kleiner, die internen Bewegungen bleiben jedoch gross. Ab einem gewissen Stadium potenzieren sich die inneren Bewegungen - die äussere Bewegung wird kleiner und kleiner, die innere verdichtet sich.
Dasselbe geschieht mit der Geschwindigkeit: Die an sich schnellen Bewegungen werden langsamer und langsamer, die innere Geschwindigkeit, der innere Schwung jedoch bleibt erhalten und verdichtet sich, wird noch schneller.
Taiji-Bewegungen sind wie die Bewegung eines Kreisels. Oberflächlich scheint er sich nicht zu bewegen, doch schaut man genauer hin, sieht man, dass er sich sehr schnell dreht.