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Sechs Koordinaten die uns helfen die Einheit zu wahren

Um ein Bewusstsein für harmonischen Fluss von Bewegung und Energie zu entwickeln, können wir uns gewisser Körper-Koordinatenpunkte bedienen. Indem wir in unserem Bewusstsein diese Punkte miteinander verbinden, werden unsere Körperbewegungen harmonischer, wir trainieren unsere Intention und schaffen oder stärken energetische Verbindungen in unserem Energiesystem.
Diese Koordinaten sind die sechs Hauptgelenke des Körpers: Hüfte, Knie und Sprunggelenk, Schulter, Ellbogen und Handgelenk. Wenn wir anatomisch einen Arm und ein Bein betrachten, fällt uns die Symmetrie zwischen ihnen auf. Beide haben drei Gelenke. Schultern und Hüfte sind Kugelgelenke. Ellbogen und Knie sind Scharniergelenke. Zwei Knochen verbinden den Ellbogen mit dem Handgelenk. Zwei Knochen verbinden auch das Knie mit dem Sprunggelenk. Sowohl die Hand als auch der Fuss haben je 26 Knochen.
Diese Verwandtschaft zeigt sich nun auch in der Koordination harmonischer Bewegung. Die verwandten Gelenke bewegen sich zusammen, also:

· Schultern und Hüften
· Ellbogen und Knie
· Hände und Füsse

Das Üben mit diesen Koordinaten erfolgt in den folgenden Phasen, die der Gesetzmässigkeit harmonischer Bewegung folgen:

· von innen nach aussen
· von unten nach oben

Von innen nach aussen heisst, dass das Zentrum die Peripherie bewegt. Von unten nach oben bedeutet, dass die Beine und Hüften den Oberkörper und die Arme bewegen. Damit ist auch geklärt, was es bedeutet, wenn in den Klassikern steht, dass sich die Arme nicht bewegen. Es bedeutet, dass sie sich nicht isoliert bewegen, sondern durch Hüften und Beine bewegt werden.
Zuerst gilt es, die Aufmerksamkeit im Training der harmonischen Bewegung auf die Aspekte näher beim Körperzentrum zu legen, also auf Hüften und Schultern, und von da sich nach aussen auszudehnen, also zu den Knien und Ellbogen, und schliesslich zu den Füssen und Händen.

1. Die Schultern folgen der Hüfte. Wenn ich mich drehe dreht sich die Hüfte. Durch die Drehung der Hüfte drehen sich die Schultern. Hüften und Schultern bilden somit eine Einheit.
2. Die Knie bewegen die Ellbogen. Wenn sich ein Knie bewegt, hat das mindestens bis zu den Ellbogen eine Bewegung zur Folge.
3. Die Sprunggelenke steuern die Handgelenke.

Je näher die Bewegung heim Zentrum ist, desto physischer ist ihre Qualität. So ist es schwierig, die Hüfte zu bewegen, ohne dass sich die Schultern nicht auch bewegen. An der Peripherie, bei Sprunggelenk und Handgelenk, ist die Qualität vor allem eine Qualität des Bewusstseins und nicht so unmittelbar physisch. Indem wir mit dem Bewusstsein diese Koordinaten verbinden, schaffen wir eine energetische Verbindung. Diese ist wichtig, um das Gleichgewicht von Yin und Yang zu wahren.